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Candidapilz im Darm - Ursachen, Symptome & Behandlung

In diesem Artikel erfährst du, worum es sich bei "Candidapilzen" handelt, wie es zu einer Infektion damit kommen kann, wie mögliche Symptome aussehen und was man dagegen tun kann!

Candida-Pilz-Darm

Der böse Pilz im Darm

Unter den Pilzen im menschlichen Darm zählen die verschiedenen Stämme des Candida-Hefepilzes zu den häufigsten - und zu den unangenehmsten. Der Hauptvertreter dieser Spezies heißt Candida albicans, weißer Hefepilz. Bei den meisten Menschen ist e zumindest in geringen Mengen nachweisbar. Solange keine starke Vermehrung stattfindet, gilt der Pilz als unschädlich. Beginnt er sich allerdings zu verbreiten, kann es zu teils dramatischen Auswirkungen auf den Organismus kommen. Durch jahrelange Beobachtung und die Auswertung tausender Stuhltests weiß man heute: Pilze - und dabei speziell der Candida-Hefepilz - können eine echte Bedrohung für die Gesundheit des Menschen darstellen.

Candidapilze sind schädliche Schmarotzer

Grundsätzlich können sich Pilze überall im Körper und auf der Körperoberfläche ansiedeln. Ein bevorzugter Nistplatz für Hefepilze ist allerdings der Darm - hier herrschen optimale Bedingungen: Es ist warm, feucht und es gibt genug zu futtern. Hefen benötigen noch dazu keinen Sauerstoff, auch das begünstigt ihre Vermehrung im Darm. Der Candidapilz macht es sich als Schmarotzer im Verdauungstrakt bequem. Er lebt dort in erster Linie von Zucker und leicht aufzuspaltenden Kohlenhydraten. Dabei erzeugt er Giftstoffe - die sogenannten Pilzgifte oder Mykotoxine. Und diese sind in der Lage, dem Körper langfristig Schwierigkeiten zu bereiten. Candida-Hefepilze produzieren, wenn die Bedingungen gut sind und viel Zucker angeboten wird, aber auch eine ganze Menge Alkohol. Es darf also nicht wundern, wenn selbst vollkommen abstinent lebende Menschen ein Problem mit der Leber haben.

Candidapilze schwächen das Immunsystem

Pilze können sich nur im Darm ansiedeln, wenn unser Immunsystem bereits geringfügig geschwächt ist. Dazu kommt, dass bestimmte Pilzgifte dazu in der Lage sind, das Immunsystem weiter massiv zu schwächen. Das Pilzgift Canditoxin wird von Candidapilzen produziert. Es dezimiert die guten Bakterien der Darmflora und schädigt die speziellen IgA-Antikörper, die eigentlich die Darmschleimhaut schützen sollen. Kein Wunder also, wenn bei einer Candidainfektion nicht nur der Darm, sondern auch das Immunsystem leidet.

Petrischale-Candida

Die Anzeichen einer Candidapilz-Erkrankung

Es ist sehr schwierig, eine Pilzinfektion zu diagnostizieren. Nur erfahrene Ärzte mit geeigneten Untersuchungsmethoden können den Übeltätern auf die Spur kommen. Und das, obwohl sich doch ein geradezu buntes Bild möglicher Störungen bildet.

  • Blähungen
    Blähungen entstehen durch die Bildung von Gasen im Dünndarm. Wenn Sie schonmal einen Hefeteig zubereitet haben, kenne Sie das Bild: In einer warmen Umgebung werden Flüssigkeiten, Mehl, Hefe und Zucker vermischt und es entstehen Gase, die den Teig „aufgehen“ lassen. Genau so passiert es auch im Darm. Der Unterschied ist nur, dass im Darm keine harmlose Bäckerhefe ist, sondern die krank machende Variante - der Candidapilz. Oft genügt schon ein Stück Schokolade oder ein Bissen Weißbrot und schon dehnt sich der Bauch wie ein Luftballon.

  • Juckreiz am Anus
    Den meisten Menschen ist es unangenehm darüber zu reden: Ein unerträglicher Juckreiz nach dem Stuhlgang, brennende Schmerzen und feuchte Rötungen am Darmausgang sind ein deutlicher Hinweis auf eine starke Vermehrung von Candidapilzen im Darm.

  • Hautschuppungen
    Bei Candidainfektionen kommt es häufig zu schuppigen und teilweise auch juckenden stellen im Gesicht, an den Ellenbogen oder an den Knöcheln. Der Grund für diese Infektionen sind entzündlich-immunologische Vorgänge in der Haut. Als Auslöser kommen vermutlich Candida-Mycotoxine in Frage. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann sich der Candidapilz auch direkt auf der Haut, im Intimbereich und im Mundraum vermehren. Symptome sind eine belegte Zunge, eine Rötung der Haut an den betroffenen Stellen sowie ein quälender Juckreiz.

  • Verstopfung oder Durchfall
    Wenn Sie unter einer andauernden Verstopfung oder unter häufigem Durchfall leiden, und vor allem, wenn sich diese Zustände regelmäßig abwechseln, sollten Sie an eine Infektion mit Darmpilzen denken. Pilze verdrängen die gute Darmflora und führen so zu Verstopfungen. Durchfall wird hauptsächlich durch die Pilzgifte hervorgerufen, weil diese die Darmbewegung stark anregen.

  • Sodbrennen und Mundgeruch
    Sodbrennen wir durch einen Überschuss an Säure im Magen verursacht. Wenn die Säure die Speiseröhre „hochklettert“ verspüren betroffene ein starkes brennen. Pilze können die Säureproduktion im Magen anregen, Ursache dafür ist ein Überschuss an Zucker und eine direkte Stimulierung der säureproduzierenden Zellen des Magens.

  • Heißhungerattacken und Übergewicht
    Durch die „Vorliebe“ der Pilze für Zucker entstehen bei betroffenen Menschen aufgrund der anhaltenden Unterzuckerung ein Schwächegefühl und Hunger - verbunden mit einem dauernden und unwiderstehlichen Gusto auf Zucker.

  • Depressionen, Schlappheit, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche
    Wie Pilze Einfluss auf unsere Psyche bzw. unsere Stimmung nehmen ist sehr unterschiedlich - es sind verschiedenste Mechanismen am Werk. Durch die Schmarotzerpilze wird dem Organismus zum Beispiel viel Energie entzogen, während durch die entstehenden Entzündungen eigentlich mehr Energie erforderlich wäre.

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Wie kommt es zu einem Candidabefall im Darm?

Nicht jeder, der mit Pilzen in Berührung kommt, leidet als Folge davon an einer Candidainfektion. Es gibt jedoch einige ungünstige Umstände, die das Wachstum der Darmpilze. Mögliche Faktoren, die Pilzerkrankungen begünstigen sind…

  • Antibiotika
    die Wirkung von Antibiotika steckt schon im Namen: es handelt sich um Medikamente, die gegen Bakterien vorgehen. Sie können dabei jedoch leider nicht zwischen guten und bösen Bakterien unterscheiden. Wenn die Darmflora durch Antibiotika angegriffen wird, nützen die Hefen diese Chance und besetzen die frei gewordenen Plätze an der Darmwand.

  • Süße Ernährung
    Hefepilze ernähren sich hauptsächlich von Zucker und Stärke. Achten Sie einmal darauf, wie oft am Tag Sie zu zuckerhaltigen Speisen greifen! Marmelade, Nutella, Brot, Cornflakes und Co. aber auch Obst enthalten reichlich Zucker. Auch die Stärkehaltigen Grundnahrungsmitteln stellen ein wahres Festmahl für Hefepilze dar.

  • Hormontabletten und Kortison
    Synthetische Hormone, die hauptsächlich zur Verhütung verabreicht werden, unterstützen die Vermehrung von Pilzen. Bei Frauen, die sich einer Hormonbehandlung unterziehen, findet sich überdurchschnittlich häufig ein Pilzbefall im Darm. Östrogene sind offenbar in der Lage, das Pilzwachstum anzuregen. auch Kortison kann das Pilzwachstum begünstigen.

  • Dauerstress
    Einer der schädlichsten Faktoren für unseren Darm ist anhaltender chronischer Stress. Unter Stressbedingungen kommt es schon nach sehr kurzer Zeit zu Veränderungen an der Darmschleimhaut. Die Darmflora verändert sich zum Schlechten, die Darmschleimhaut zeigt Entzündungszeichen und das Darm-Immunsystem reagiert mit einer verminderten Aktivität. Die Darmpilze nützen sofort ihre Chance und vermehren sich ungehindert.

Was kann ich bei einem Pilzbefall des Darms tun?

Warum zuckerfreie Diäten schädlich sein können

Wenn sich Pilze von Zucker ernähren, dann müsste ja eine zuckerfreie Diät das Problem relativ schnell lösen. Was logisch scheint, hat allerdings einen Haken; Bekommen die Pilze nicht genügend Zucker, verhalten sie sich ruhig - sie verändern ihre Struktur und können für lange Zeit ohne Nahrung auskommen. Die Beschwerden lassen in diesem Fall tatsächlich nach. Die Pilze verharren einfach im Darm, bis sie irgendwann wieder Nahrung bekommen, dann geht das Spiel von vorne los. Es empfiehlt sich deshalb, eine Zuckerarme Diät erst nach einer erfolgreichen Pilzbehandlung zu starten. Weniger Zucker, weniger Brot und dafür mehr Gemüse und Ballaststoffe. Lebensmittel mit Hefe sollten auch gemieden werden.

Behandlung mit Medikamenten

Der Goldstandard der Behandlung des Candidapilzes heißt Nystatin. Es wird aus Bakterien gewonnen, die diesen Stoff als Waffe gegen Hefepilze einsetzen. Bisher sind keine Resistenzen von Hefepilzen gegen diesen Stoff bekannt. Wenn Sie den Weg zum Arzt, um an das verschreibungspflichtige Medikament zu kommen, noch meiden möchten, gibt es gute Nachrichten für Sie! Es gibt Möglichkeiten, Candida-Pilze auch ohne verschreibungspflichtigen Medikamenten los zu werden, die nicht unversucht bleiben sollten!

Behandlung mit Probiotika

Probiotika sind lebensfähige Bakterien, die die Darmflora verbessern und und Pilze aus ihrem Unterschlupf im Darm verdrängen. Zusätzlich bilden Sie Abwehrstoffe, die den Pilzen schaden. Die unterstützende Einnahme von Probiotika empfiehlt sich auch bei einer medikamentösen Behandlung!

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Candida-Pilz-Darm

Präbiotische Ballaststoffe - gut gegen Pilze

Jene Bestandteile der Nahrung, die von den Verdauungssäften des Körpers nicht zerlegt werden können, werden Ballaststoffe genannt. Sie bleiben beim Verdauungsorgan übrig und bilden im Dickdarm die Nahrungsgrundlage für di guten Bakterien der Darmflora. Es gibt zwei Arten von Ballaststoffen: Flüssigkeit-lösliche und sende, die sich in Flüssigkeiten nicht lösen. Für die Verdauung von größerer Bedeutung sind jene, die sich in Flüssigkeiten lösen. Sie werden von den Bakterien der Darmflora zur Vermehrung benötigt. Der wohl effektivste Ballaststoff ist aus aus der Zichorienwurzel gewonnene Inulin.

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Ernährungsumstellung

Hefeprodukte-Candidapilz

Die folgenden Listen mit einigen günstigen bzw. ungünstigen Lebensmitteln sollen eine kleine Hilfe beim Einkaufen und Kochen sein. Wer an einer Candidapilzinfektion leidet kann sich beim Essen grundsätzlich an folgenden Grundsatz halten: Weniger süß, aber saurer.

Lebensmittel, die möglichst gemieden werden sollten:

  • gezuckerte Säfte, Fruchtnektar & Limonaden
  • Marmeladen & Konfitüren
  • gezuckerte Fruchtjoghurts
  • Trockenobst & Obstkonserven
  • Ahornsirup & Honig
  • Süßigkeiten & Eiscreme
  • Weizenmehl & geschälter Reis
  • Bratfett, Kokosfett & Margarine
  • Fertige Müslimischungen
  • Sojasauce & Ketchup
  • Hefeprodukte

Lebensmittel, die bevorzugt werden sollten:

  • Birkenzucker & Stevia
  • ungezuckerter Tee & Kaffee
  • Gemüse
  • Weizenfreies Brot
  • ungeschälter Reis & Kartoffeln
  • Hülsenfrüchte
  • Eier
  • Sojaprodukte (außer Sojasauce)
  • Fisch
  • kaltgepresste Öle
  • Nüsse und Samen
  • Ballaststoffe wie Inulin
Hefeprodukte sollten nach einer Pilzinfektion für mindestens 12 Wochen gemieden werden!

Ein Leben ohne Hefe

Bäckerhefe, Bier- oder Weinhefe zählen im Gegensatz zu Candida albicans zu den gutartigen Spezies der Hefe. Einem gesunden Menschen machen sie normalerweise keine Probleme. Liegt allerdings eine Pilzinfektion vor, kann der Körper jedoch auch häufig mit allergischen Reaktionen auf harmlose Hefestämme reagieren. Daher sollten bei einer Candida-Infektion Hefeprodukte für mindestens 12 Wochen gemieden werden. Hefebrot und -kuchen, Bier, Wein, Sekt und Co. sollten zumindest vorübergehend vom Speiseplan gestrichen werden.

 

Quellenangabe: Dr. med. Gerhard Wallner: Der Darm-Doktor. Das 8-Wochen-Programm für einen gesunden Bauch. Kneipp-Verlag, 2018, S. 56-70.

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