Veganismus und Darmgesundheit

Liebe Leserinnen und Leser, in diesem Beitrag möchten wir uns mit einer besonderen Ernährungsform beschäftigen, welche mich selbst nicht mehr loslässt.

Vor ungefähr einem Jahr begannen mein Mann und ich uns fokussiert mit unserer Ernährung auseinanderzusetzen. Wir selbst hätten uns davor als Gesundheitsbewusst bezeichnet. 4-5 Trainingseinheiten die Woche welche Cardiotraining als auch Krafttraining beinhalten gehörten zu unserem Leben. Erfolge und Fortschritte waren jedoch oftmals nur schwer zu erreichen oder nahmen sehr lange Zeit in Anspruch. Als wir uns jedoch bewusster mit dem Treibstoff unserer Körper, der Ernährung, begannen zu beschäftigen, änderte sich unser Körper und dessen Leistungsniveau enorm.

Gesellschaftliche Vorurteile und Gedankengänge vorweg:

Von Gemüse und Obst würde ich niemals satt werden.

Das ist doch nicht gesund.

Das ist doch nur ein blöder Trend.

Das sind Dinge die wir uns in der Ausübung unsere neuen Ernährungsform nicht nur einmal anhören mussten. Zu Beginn fanden wir regen Austausch zu diesem Thema auch sehr interessant. Später wurde es mühsam und noch etwas später wurden wir dann doch überrascht und unser Umfeld fing an, dies zu akzeptieren und sich sogar zu interessieren. Wir haben es geschafft, dass einige Personen unseres Umfeldes, plötzlich ihre Gewohnheiten und ihr Essverhalten begannen zu hinterfragen.

Uns fiel auf, dass sich in der heutigen Zeit bereits sehr viele Menschen mit Veganismus auseinandersetzten. Sie tun dieses aus unterschiedlichen Antrieben wie etwa Tierwohl, Gesundheitsförderung, Prävention vor möglichen Krankheiten und einem Gefühl von Zukunftsorientierung.

Ich möchte dir jedoch die Illusion nehmen, dass Veganismus das Heilmittel für Alles ist oder den Klimawandel stoppen wird. Dennoch ist es unumstritten, dass es enorme Benefits für Körper und auch Umwelt darstellt.

Wissenschaftler in Oxford stellten so beispielsweise fest, dass sich bis zum Jahr 2050 die Treibhausgase um etwa 70% reduzieren könnten, sollte die ganze Weltbevölkerung auf diese Ernährungsform umsteigen. Unsere Essgewohnheiten wirken sich somit durchaus auf das Klima aus.

Welche Nahrungsergänzungsmittel benötigt man als Veganer?  

Veganer können ein geringeres Risiko zu Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislaufkrankheiten und Bluthochdruck aufweisen. Dennoch warnen Ärzte von Mangelerscheinungen wie einen Vitamin B12 Mangel. Dieses Vitamin ist essenziell wichtig für den Stoffwechsel sowie für eine gesunde Blut und Nerven Erhaltung. B12 kann der Mensch nicht selbst erzeugen und muss es daher zu sich nehmen. Besonders tierische Produkte haben einen hohen Vitamin B12 Gehalt. Als Veganer muss man daher auf eine Nahrungsergänzung für die Vitamin B12 Zufuhr zurückgreifen. Vegetarier können durch die Zufuhr von Eiern und Milchprodukten diese noch gut ohne eine zusätzliche Nahrungsergänzungsmaßnahme abdecken, sollten ihre Blutwerte aber auch im Auge behalten.

Solltest du eine Umstellung der Ernährung nun in Betracht ziehen, empfehlen wir dir unbedingt auch deinen Hausarzt zu konsultieren. Ein Blutbild vor und nach der Umstellung können sehr aufschlussreich und interessant sein. Obendrein werden deine Werte kontrolliert und die Gefahr in einen Mangel zu rutschen reduziert sich.

 

Umstieg der Ernährung und welche Veränderungen wahrgenommen werden können:

Was dich erwartet, wenn du auf eine vegane Ernährung umsteigst.

Vorweg, wenn du viel verreist oder beruflich viel unterwegs bist, macht es deine Umstellung nicht einfacher. Vorbereitung ist hier Alles – schnelle Snacks fallen nun meistens weg. Vegane Ernährung bringt nämlich nicht nur den Verzicht auf Fleisch und andere tierische Produkte mit sich, es ist vielmehr eine komplette Auseinandersetzung mit Nahrungsmitteln. Wie und ob diese Verarbeitet sind, wie viel Zucker, Geschmacksverstärker und Emulgatoren enthalten sind, tritt oftmals auch in den Vordergrund. Clean Eating wird für einen wichtiger.

Doch betrachten wir nun die direkten ersichtlichen Auswirkungen auf den Körper.

Dein Körper beginnt sich allmählich zu reinigen und von Schadstoffen zu befreien. Ich persönlich konnte eine Änderung meines Hautbildes feststellen. Zu Beginn verschlechterte sich meine Haut – ich merkte das Unterlagerungen nun an die Oberfläche kamen und meine Haut in Ihrer Funktion als Filter ordentlich zu tun hatte. Nach diesem Prozess konnte ich mich jedoch an einem klaren Hautbild wie ich es zuvor noch nie hatte erfreuen.

Das Sättigungsgefühl kann sich anpassen. Ich wurde schneller und länger satt. Durch die höhere Dichte, welche Gemüse, Obst und Co. mit sich bringen, hatte ich gefühlt mehr von einer Mahlzeit. Durch dieses erhöhte Volumen der einzelnen Nahrungsmittel, kann es aber auch dazu kommen, dass du häufiger die Toilette aufsuchen musst. Da dein Darm diese durch das hohe Volumen öfters ausscheiden muss.

Blähungen könnten hier häufig vorkommen. Gerade Hülsenfrüchte und Bohnen, welche nun oft als Sattmacher hinzugefügt werden, können diese leider negativ beeinflussen. Häufig kann dieses Problem mit dem Zusammenhang einer nicht ausgeglichenen Darmflora in Verbindung stehen. Jedoch können Veganer oder Vegetarier im Gegensatz zum Fleischesser ein erhöhtes Aufkommen von Mikrobiomen in der Darmflora aufweisen. Eine mögliche Verbesserung der Darmflora durch eine Ernährungsumstellung könnte bereits nach einer Woche spürbar und sichtbar werden. Langfristige gesundheitliche Verbesserungen können nach etwa 3 Monaten angenommen werden.

Der Konsum von tierischen Produkten begünstigt Entzündungsprozesse im Körper und kann das Risiko an Darmkrebs zu erkranken steigern.

Es ist möglich ihre Umstellung mithilfe eines Probiotikums wie etwa unserem Darm Balance Forte zu begleiten. Nahrungsergänzungsmittel ersetzten nicht eine ausgewogene Ernährung können aber unterstützend wirken. Auch unser Darm Ballast könnte nun unterstützend bei der Entgiftung helfen und Ammoniak reduzieren. Hier findest du unsere Darm Kuren, die dich auf deiner Reise begleiten können.

Auch wenn du unter einem Reizdarm leidest, kann sich der Verzicht beziehungsweise die Einschränkung der Milchprodukte positiv auswirken. Durch den Verzicht streichst du Laktose aus deinem Ernährungsplan – dies ist eine Zuckerart, welche bei einem Reizdarm nicht hilfreich sein kann und Beschwerden verursachen kann.

Durch die nährstoffreichere Kost, die eine vegane Ernährungsform mit sich bringt, kannst du merken, dass du dich weniger Schlapp und weniger Müde fühlst. Ein verbesserter Schlaf ist auch möglich, Übergewicht wird reduziert.

Mein Mann ist ein ambitionierter Freizeitsportler und läuft fast täglich mehrere Kilometer. Gerne auch mal so für sich selbst den Umfang eines Halbmarathons. Durch die Umstellung auf Vegan, nimmt er für sich selbst wahr, dass die Regeneration nach seinen Sporteinheiten schneller von dannen geht. Auch fühlt er sich fokussierter und leistungsstärker als vor der Umstellung seiner Ernährungsform. Seine Schlafphasen sind messbar länger geworden und er befindet sich schneller, öfter und länger in der Tiefschlafphase. Diese Schlafphase schenkt dir besonders viel Erholung und Regeneration.

Wir hoffen dir in diesem Beitrag einen kleinen Einblick in die vegane Form der Ernährung verschafft zu haben.

Da ich selbst Vegan lebe und viele weitere Zeilen über dieses Thema schreiben könnte, stehe ich sehr gerne zum Austausch bereit und freue mich von dir zu hören.

Deine Julia von Kompetenzzentrum Bauch 

Was sind Ballaststoffe?

Ballaststoffe sind unverdauliche Nahrungsfasern aus Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Gemüse sowie Obst. Diese ballaststoffreichen Produkte kommen in sehr hohem Maß in einer veganen Ernährungform vor.

Wie lange dauert die Umstellung auf eine vegane Ernährung?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da jeder Körper anders reagiert, auch kommt dies auf deine vorangegangenen Ernährungsgewohnheiten an. Du solltest in der Regel aber bereits nach einem Monat eine Veränderung wie reduzierte Müdigkeit oder mehr Energie empfingen können.

Häufiger Toilettengang bei veganer Ernährung?

Bei einer pflanzlichen Ernährungsform kann es zu vermehrten Ausscheidungen kommen. Grund dafür ist der hohe Ballaststoffgehalt und das erhöhte Nahrungsmittelvolumen von Obst, Gemüse und Co.

Julia Siebenbrunner
Autor: Julia Siebenbrunner

Julia ist Teil unseres Kompetenzzentrum-Bauch Expertinnen Teams und beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema Frauengesundheit.