Sägepalme

Die Sägepalme ist ein mehrstämmiges Palmengewächs, das zwischen ein und drei Meter hoch wird. Diese strauchförmige Fächerpalme verdankt ihren Namen den Blättern, die an den Rändern von kleinen, scharfen Zähnen gesäumt sind. Die Sägepalme ist als Arzneimittel zugelassen und findet auch in Nahrungsergänzungsmitteln Verwendung.

Was ist Sägepalme?

Nach Europa hat es die Sägepalme erst im 20. Jahrhundert geschafft. Sie ist im Südosten der USA heimisch, daher kann man hierzulande hauptsächlich das Extrakt der Früchte erwerben. Bei den Ureinwohnern Floridas, den Seminole-Indianern, spielte die Sägepalme von Anfang an eine große Rolle – sowohl als Nahrungsmittel (die Früchte) als auch in der Naturheilkunde. Damals wurden alle Pflanzenteile der Fächerpalme genutzt. Sie diente als Beruhigungsmittel und Aphrodisiakum.
Die Sägepalme bildet weiße, vier bis fünf Millimeter große, duftende Blüten aus, die sich dann zu einer Steinfrucht entwickeln, die der Olive in ihrer Form sehr ähnelt. Sie schmeckt bitter und wird dunkelrot oder dunkelblau bis schwarz. Verwendung in der Natur(-Medizin) finden die unvollständig getrockneten, reifen Früchte. Nach dem Trocknen werden die Früchte gemahlen.

Wogegen hilft Sägepalme?

Sägepalme ist sehr effektiv gegen benigne Prostatahyperplasie. Das ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata, die jedoch unangenehme Folgen für den Mann haben kann. Sie bedingt Harnwegsprobleme, wie etwa nächtliche Schlafprobleme aufgrund von Harndrang oder Schmerzen beim Urinieren.
Außerdem hat die Sägepalme den Effekt, dass Sie die Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron hemmt. Das bedingt, dass der Testosteron-Spiegel hochgehalten wird, was die Sägepalme zu einem beliebten Mittel bei sexueller Dysfunktion macht.
Viel diskutiert wird auch die Wirkung der Sägepalme gegen Haarverlust, Prostatakrebs und Prostatitis (Prostataentzündung) sowie Unterfunktion der Harnblase. Jedoch gibt es dafür noch keine wissenschaftlichen Beweise. Genauso wenig sind die Effekte auf Anwendungsgebiete der Verdauung oder bei Bronchitis nachgewiesen.

Wie wirkt Sägepalme?

Die Frucht der Sägepalme enthält sehr fettes Öl mit freien Fettsäuren, außerdem Flavonoide (Pflanzenfarbstoffe) und langkettige Zuckermoleküle. Auch ätherisches Öl ist Bestandteil der Pflanze. Besonders wirksam sind die Phytosterole. Sie kann man am besten als pflanzliche Hormone beschreiben, die auch eine entsprechende Wirkung auf den menschlichen Hormonhaushalt haben.
Häufig ist ein Verlust der Libido beim Mann auf eine Vergrößerung der Prostata zurückzuführen. Die Folgen sind Erektionsstörungen, vorzeitige oder schmerzhafte Ejakulation und häufiger Harndrang. Die gängigen Arzneimittel wie Finasterid bekämpfen zwar die benigne Prostatahyperplasie, verschlechtern jedoch die Potenz des Mannes noch zusätzlich.
2013 haben Schweizer und britische Forscher eine Studie mit 82 Patienten mit leichter bis mittelschwerer benigner Prostatahyperplasie durchgeführt. Die Patienten erhielten über acht Wochen täglich 320 mg Sägepalmextrakt. Das Ergebnis war eindeutig: Die Symptome haben stark nachgelassen. Diese reichten von Harnstottern, häufigem Harndrang über schwachem Harnstrahl zu häufigem nächtlichen Wasserlassen. Doch nicht nur das: Auch die sexuelle Leistungsfähigkeit der Probanden hat sich über die acht Wochen gebessert. Die Pflanze und ihr Extrakt stellen also eine gute Alternative zu chemischen Medikamenten dar.

Dosierung von Sägepalme

Die Wirkung der Sägepalm-Früchte tritt langsam ein, weshalb sowohl bei Verwendung als Arzneimittel als auch bei Nahrungsergänzungsmitteln eine Einnahme von mindestens ein bis zwei Monaten notwendig ist, um den gewünschten Effekt zu erhalten. Eine mittlere Tagesdosis liegt entweder bei ein bis zwei Gramm der getrockneten Früchte oder bei 320 mg des Extrakts.

Nebenwirkungen von Sägepalme

Nebenwirkungen bei der Einnahme von Sägepalme sind sehr selten. Auch schwerwiegende Reaktionen auf eine Überdosierung sind nicht bekannt. In manchen Fällen klagen Patienten über Magenbeschwerden.

Häufig gestellte Fragen

Für was ist Sägepalmenextrakt gut?

Sägepalmenextrakt wird hauptsächlich zur Bekämpfung von benigner Prostatahyperplasie eingesetzt. Die im Südosten der USA beheimatete Palme hilft dabei, die Symptome dieser gutartigen Prostata-Vergrößerung zu lindern. Aber auch die männliche Potenz kann von Sägepalmextrakt profitieren.

Wie wirkt Sägepalme?

Sägepalme hemmt die Umwandlung von Testosteron zu Dihydrotestosteron und bewirkt so, dass der Testosteron-Spiegel des Mannes hoch bleibt. Dieser Eingriff in den Hormonhaushalt des Mannes führt dazu, dass seine sexuelle Leistungsfähigkeit steigt und die Symptome der benignen Prostatahyperplasie gelindert werden.

Ist Sägepalme gesund?

Die Sägepalme ist hochwirksam im Kampf gegen gutartige Prostatavergrößerungen, die zwar prinzipiell ungefährlich, jedoch sehr störend und schmerzhaft (vor allem beim Harnlassen) sein können. Als Nahrungsergänzungsmittel kann die Sägepalme beziehungsweise ihr Extrakt nicht nur der benignen Prostatahyperplasie vorbeugen, sondern auch potenzfördernd wirken.

Wie viel Sägepalme pro Tag?

Von den getrockneten Früchten nimmt man ein bis zwei Gramm pro Tag ein. Bei Sägepalmen-Extrakten liegt die Empfehlung bei etwa 320 mg täglich. Am besten bespricht man die richtige Dosierung mit dem behandelnden Urologen.

Welches Prostata-Mittel ist gut?

Bei einer gutartigen Vergrößerung der Prostata hat sich eine Anwendung mit Sägepalm-Extrakt genauso gut bewährt wie die Einnahme von chemischen Arzneimittel. Im Gegensatz zu den üblichen Präparaten wie Finasterid schlägt Sägepalmen-Extrakt nicht auf die Potenz, sondern steigert diese sogar noch.

Wo ist Sägepalme enthalten?

Sägepalme kann als getrocknete Frucht oder als Sägepalmextrakt eingenommen werden. Nahrungsergänzungsmittel eignen sich wunderbar, um die männliche Potenz zu stärken. Häufig findet man Sägepalme auch in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen, die der sexuellen Leistungsfähigkeit zuträglich sind.

Dr_Wallner
Autor: Dr. Gerhard Wallner

Dr. med. Gerhard Wallner ist der Begründer der Marke Kompetenzzentrum Bauch . Der gebürtige Salzburger führte in seiner aktiven Zeit als Arzt ein Gesundheitszentrum in Wien und verschrieb sich der Forschung und Behandlung in der Darm-Medizin. Sein jahrzehntelang gesammeltes Know-How fließt nun in die Entwicklung der Dr. Wallner Nahrungsergänzungsmittel.