MSM – Methylsulfonylmethan

Methylsulfonylmethan, kurz MSM, ist eine organische Schwefelverbindung, die in vielen tierischen und pflanzlichen Organismen vorkommt. Da sie zur Klasse der Sulfone (Schwefel-Sauerstoff-Verbindungen) zählt, wird sie häufig auch als Dimethylsulfon bezeichnet. MSM ist an einer ganzen Reihe von Prozessen im Körper beteiligt und beeinflusst nicht zuletzt das optische Erscheinungsbild.

Was ist MSM?

Da MSM ein Bestandteil vieler Organismen ist, nehmen wir Menschen es über die Nahrung auf. Allerdings gilt festzuhalten, dass der Anteil von Schwefel in der westlichen Welt immer mehr abnimmt. Grund dafür ist hauptsächlich die industrielle Landwirtschaft, in der auf künstlichen Dünger zurückgegriffen wird. Dadurch befindet sich weniger organischer Schwefel in den entsprechenden Produkten. Relativ hoch ist der Anteil von MSM noch in Kuhmilch und Kaffee.
MSM ist ein Bestandteil vieler Aminosäuren, die entweder zu wichtigen Proteinen umgewandelt werden oder andere Funktionen im Körper übernehmen. Fehlt MSM wirkt sich das also gleich an mehreren Ecken aus. Festzuhalten ist in diesem Zusammenhang aber, dass Methylsulfonylmethan einer der am schlechtesten erforschten Nährstoffe ist und daher viele Studien noch nicht für eine wissenschaftliche Aussagekraft reichen.

Wogegen hilft MSM?

MSM in Nahrungsergänzungsmittel dient dazu, einen Schwefelmangel auszugleichen oder einem solchen vorzubeugen. Es gibt darüber hinaus einige typische Anwendungsbereiche, die man als Laie aufgrund der komplexen Wirkungsweise von organischem Schwefel in unserem Körper nicht direkt vermuten würde. Einsatzgebiete für MSM sind:

  • Gelenkbeschwerden, Arthrose
  • Kraftloses Haar, fahle Haut und brüchige Nägel
  • Durchblutungsstörungen
  • Schwaches Bindegewebe

Wie wirkt MSM?

MSM ist ein wichtiger Bestandteil einer ganzen Reihe von Stoffen, die ohne Schwefel entweder gar nicht oder geschwächt funktionieren. Methylsulfonylmethan ist notwendig, um beispielsweise Proteine und Enzyme (richtig) aufzubauen.

MSM und seine Wirkung auf Haut, Haare und Nägel

Zu den oben erwähnten Proteinen, zu deren Herstellung MSM benötigt wird, gehören Kollagen, Elastin und Keratin. Kollagen hält unsere Haut straff, während Elastin für die nötige Elastizität sorgt. Keratin ist jenes Protein, das die Nägel stark und bruchfest macht. Ohne Schwefel ist all dies jedoch nicht möglich und brüchige Nägel, strapaziertes Haar und vorzeitige Hautalterung sind die Folge.

MSM und seine Wirkung auf die Abwehrkräfte

Des Weiteren ist Schwefel auch ein Bestandteil von Glutathion, eines wichtigen Antioxidans unseres Organismus. Zu wenig Schwefel bedeutet, dass auch dieser körpereigene Abwehrstoff fehlt, was uns einem oxidativen Stress aussetzt. Außerdem hat das Immunsystem dadurch mehr Arbeit, um das Fehlen auszugleichen. Erwähnenswert ist dabei, dass sich die Eiweiße und Enzyme auch ohne den Schwefelanteil aufbauen, allerdings in veränderter Struktur, sodass sie inaktiv werden.

MSM und seine Wirkung auf die Gelenke

Schwefel ist enorm wichtig für die Beweglichkeit unserer Gelenke. Er ist ein wichtiger Bestandteil sowohl der Gelenkskapsel als auch der Gelenkschmiere. Aufgrund der steten Abnutzung müssen die Innenschicht der Kapsel und auch die Schmiere kontinuierlich erneuert werden. Ohne MSM geht das jedoch nicht. Die Folgen sind steife Gelenke und Degeneration.
Auch bei Arthrose kann MSM helfen, indem es zusätzlich zur positiven Wirkung auf das Gelenkmaterial auch die Bildung entzündungsfördernder Botenstoffe hemmt.

MSM und seine Wirkung auf das Immunsystem

MSM ist ein Bestandteil der Aminosäure Methionin, die für den Transport von Selen zuständig ist. Das muss man sich so vorstellen: Selen ist einerseits wichtig für die Augen, das Bindegewebe und die Gefäße, andererseits bekämpft Selen auch freie Radikale. Kann der Transport von Selen an den jeweiligen Einsatzorten nicht mehr sichergestellt werden, sind wir anfälliger für Krankheitserreger, gleichzeitig leiden Augen, Bindegewebe und die Gefäßwände darunter.

MSM und weitere Einsatzgebiete

Weitere Studien legen den Nutzen von Schwefel in unserem Körper zwar bereits nahe, sind aber noch nicht entsprechend ausgereift wie zum Beispiel die positive Wirkung, die MSM auf (vor allem saisonale) Allergien wie Heuschnupfen hat. Auch wurde MSM schon bei Hautkrankheiten wie Ichtyose (Fischschuppenkrankheit) und Rosacea (chronisch entzündliche Hautkrankheit) getestet.

Dosierung und Einnahme von MSM

Die Dosierung von MSM hängt stark davon ab, welche Beschwerden damit gelindert werden sollen und wie hoch der Mangel ist. Am besten konsultiert man einen Arzt oder Apotheker und befolgt die Herstellerempfehlungen. Meistens liegen diese bei 3.000 bis 4.000 mg pro Tag, aufgeteilt auf zwei Einnahmen täglich. Allerdings können bei einer sofortigen hohen Dosis Nebenwirkungen auftreten, weshalb es sich empfiehlt, erst mit einer kleineren Menge zu starten und dies innerhalb von zwei Wochen auf die gewünscht Dosis zu steigern. Man kann mit 800 bis 1.000 mg beginnen. Meist ist eine dauerhafte Einnahme oder zumindest eine Einnahme über mehrere Wochen oder Monate sinnvoll.

Nebenwirkungen von MSM

Mögliche Nebenwirkungen sind Verdauungsbeschwerden, aber auch Kopfschmerzen, Müdigkeit oder Ausschlag. Gerade die letzten drei können aber auch Entgiftungserscheinungen im Körper sein, da MSM Toxine freisetzt, die häufig nicht so schnell abgeführt werden können.

Häufig gestellte Fragen

Für was ist MSM gut?

MSM steht für Methylsulfonylmethan, also organischen Schwefel. MSM hat einen positiven Effekt auf unsere Haut, Haare und Nägel, weil es unter anderem Bestandteil der Proteine Kollagen, Elastin und Keratin ist. Außerdem wirkt es entzündungshemmend und schmerzlindernd.

Wie gefährlich ist MSM?

MSM ist nicht toxisch, Nebenwirkungen sind – wenn überhaupt – leichte Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen oder Müdigkeit.

Welche Nebenwirkungen hat MSM?

Nebenwirkungen von MSM können Verdauungsbeschwerden, Müdigkeit, Hautausschläge oder Kopfschmerzen sein.

Was entgiftet MSM?

MSM hilft dabei, die Elastizität der Zellmembranen zu steigern, wodurch toxische Stoffe leichter abtransportiert werden können.

Ist MSM schädlich für die Leber?

Nein, organischer Schwefel MSM hat keinen negativen Einfluss auf die Leber. Im Gegenteil: Er unterstützt das Entgiftungsorgan dabei, Nikotin, Alkohol und Umweltgifte abzuführen.

Wann sollte man MSM nicht nehmen?

Es gibt noch keinerlei Studien zur Einnahme von MSM während der Schwangerschaft und Stillzeit, daher ist von einer Einnahme durch Schwangere und Stillende abzuraten.

Dr_Wallner
Autor: Dr. Gerhard Wallner

Dr. med. Gerhard Wallner ist der Begründer der Marke Kompetenzzentrum Bauch . Der gebürtige Salzburger führte in seiner aktiven Zeit als Arzt ein Gesundheitszentrum in Wien und verschrieb sich der Forschung und Behandlung in der Darm-Medizin. Sein jahrzehntelang gesammeltes Know-How fließt nun in die Entwicklung der Dr. Wallner Nahrungsergänzungsmittel.