Kaffeekohle

Coffeae carbo, wie die Kaffeekohle auf lateinisch genannt wird, ist ein schwarzbraunes, mittelfeines Pulver, das nach gebranntem Kaffee riecht und auch schmeckt. Es wird aus den Samen der Kaffeepflanze gewonnen, indem man die äußeren Samenteile verschiedener Sorten röstet.

Was ist Kaffeekohle?

Die Kaffeekohle wird aus den grünen Bohnen gewonnen, die im Vorfeld getrocknet werden. Danach werden die Früchte bei sehr starker Hitze verkohlt und anschließend zermahlen. Manchmal hört man auch die Bezeichnung „Carbo Königsfeld“, benannt nach dem Ort, an dem das Pulver Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts durch Dr. August Heisler in die deutsche Heilkunde eingeführt wurde.

Welche Arten von Kaffeekohle gibt es?

Kaffeekohle kann man in der Apotheke als reines Pulver kaufen. Häufiger jedoch findet man sie in Kombination mit anderen Inhaltsstoffen in Kapseln oder Tablettenform, die den Magen-Darm-Trakt beruhigen sollen. Myrrhe und Kamille sind gute Sparring-Partner der Kaffeekohle für einen gesunden Darm. In dieser Verbindung findet man die Kaffeekohle auch in den DARM-REPAIR-Kapseln. Die Kaffeekohle selbst ist in der Regel immer eine Röstung von Früchten unterschiedlicher Kaffeepflanzen.

Wogegen hilft Kaffeekohle?

Heute spielt Kaffeekohle eigentlich nur bei Magen-Darm-Beschwerden eine medizinische Rolle. Viele Naturvölker hingegen kannten den Nutzen der stark gebrannten Kaffeebohnen vor allem bei entzündlichen Erkrankungen im Mund- und Rachenbereich. Die arabische Volksmedizin hatte zahlreiche Anwendungsgebiete für Kaffeekohle. Dr. Heisler, der das Pulver im deutschsprachigen Raum populär gemacht hat, nannte eine ganze Palette an Wirkungsweisen und setzte Kaffeekohle bei folgenden Erkrankungen ein:

  • Durchfall und Darmstörungen
  • Schnupfen und andere Schleimhauterkrankungen
  • Angina sowie chronische Mandelentzündung
  • Bläschen im Mund
  • Hämorrhoiden
  • Nahrungsmittelallergien und -unverträglichkeiten
  • Lebensmittelvergiftung
  • Scharlach und Diphtherie
  • Migräne

Wie wirkt Kaffeekohle?

Kaffeekohle zeichnet sich einerseits durch ihre adstringierende (zusammenziehende), andererseits durch ihre absorbierende (aufsaugende) Wirkung aus. Die große Oberfläche der Kaffeekohle bindet Giftstoffe, die im Darm entstehen, sowie überschüssige Flüssigkeiten. Zudem sorgt sie dafür, dass diese ausgeschieden werden. Die adstringierende Wirkung der Kaffeekohle wird den beiden Inhaltsstoffen Chlorogen- und Kaffeesäure zugeschrieben. Sie sorgen dafür, dass sich die äußeren Schichten der Darmschleimhaut zusammenziehen, was ebenfalls der Flüssigkeitsregulation dient. Dem enthaltenen Koffein verdankt das Pulver seine belebende Wirkung.
Auch ein entzündungshemmender Effekt konnte bereits nachgewiesen werden, was ebenfalls der enthaltenen Chlorogensäure zuzuschreiben ist. Übrigens eignet sich Kaffeekohle nicht nur zur inneren Anwendung. Man kann die Kohle auch lokal auftragen. Das fördert die Wundheilung und wirkt schmerzstillend.

Dosierung und Einnahme von Kaffeekohle

Carbo Königsfeld ist als Medikation für Erwachsene und Kinder ab zwölf Jahren geeignet. Die Anwendungsdauer richtet sich nach dem jeweiligen Krankheitsbild. Eine generelle Empfehlung lautet: Viermal täglich zwei Gramm mit Wasser einnehmen. Beim reinen Pulver ist meist ein Messlöffel dabei zur einfacheren Dosierung. Den Angaben des Herstellers ist Folge zu leisten. Im Zweifelsfall am besten beim Arzt oder Apotheker nachfragen, was die empfohlene Tagesdosis ist. Bei gemischten Präparaten, die ebenfalls Kaffeekohle enthalten, gelten natürlich auch die Herstellerempfehlungen oder die Anweisungen vom Arzt. Bei „DARM-REPAIR“ sind es drei Kapseln täglich.

Nebenwirkungen von Kaffeekohle

Bei der Einnahme von Kaffeekohle wurden bisher keine Nebenwirkungen beobachtet. Allerdings steht das Pulver aufgrund seines absorbierenden Effekts in Wechselwirkung mit anderen Medikamenten. Diese können von der Kaffeekohle nämlich gebunden werden. Um dies zu vermeiden, sollte man erst klären, ob die Einnahme von Kaffeekohle in Kombination mit anderen Pharmazeutika Sinn macht oder nicht. Wenn die Kaffeekohle einen positiven Effekt darstellt, dann sollten zwischen der Einnahme der Kohle und anderen Medikamenten mindestens drei Stunden liegen, um diese Wechselwirkung auszuschließen.

Häufig gestellte Fragen

Ist in Kaffeekohle Koffein?

Ja, Kaffeekohle enthält unter anderem auch Koffein.

Was bewirkt Kaffeekohle?

Kaffeekohle bindet Toxine (Giftstoffe) im Darm und führt dazu, dass diese ausgeschieden werden. Außerdem nimmt sie überschüssige Flüssigkeit im Darm auf. Neben den positiven Effekten auf den Darm wird der Kaffeekohle auch eine entzündungshemmende, antibakterielle und schmerzstillende Wirkung nachgesagt.

Wieso Kaffeekohle mit Myrrhe und Kamille?

Die Pflanzenkombination aus Kaffeekohle, Myrrhe und Kamille wirkt Krämpfen im Darm entgegen. Die drei Inhaltsstoffe sind effektiv gegen Entzündungen und können das Gleichgewicht im Darm bei akuten Durchfallerkrankungen wiederherstellen, aber auch chronische Leiden wie Reizdarm oder Colitis ulcerosa lindern.

Wie viel Kaffeekohle täglich?

Die tägliche Einnahme von Kaffeekohle sollte zwischen 8 und 12 Gramm liegen. Am besten teilt man diese auf dreimal auf und trinkt ausreichend Wasser dazu. Wie lange die Therapie andauert, hängt vom Krankheitsbild ab.

Wann nimmt man Kaffeekohle?

Kaffeekohle kann bei Durchfall und Krämpfen im Darm eingenommen werden. Sie absorbiert die Giftstoffe, die im Darm entstanden sind und unterstützt so den Heilungsprozess. Außerdem wirkt sie entzündungshemmend, wodurch eine Anwendung bei Colitis ulcerosa und Reizdarm durchaus Sinn macht.

Dr_Wallner
Autor: Dr. Gerhard Wallner

Dr. med. Gerhard Wallner ist der Begründer der Marke Kompetenzzentrum Bauch . Der gebürtige Salzburger führte in seiner aktiven Zeit als Arzt ein Gesundheitszentrum in Wien und verschrieb sich der Forschung und Behandlung in der Darm-Medizin. Sein jahrzehntelang gesammeltes Know-How fließt nun in die Entwicklung der Dr. Wallner Nahrungsergänzungsmittel.