Ginseng

Ginseng, insbesondere die Ginseng-Wurzel, ist eine seit Jahrtausenden bekannte Heilpflanze der TCM und koreanischen Medizin. Die erste schriftliche Erwähnung geht auf das Jahr vierzig vor Christus zurück. Die krautige Pflanze wächst wild an schattigen Stellen in Misch- und Laubwäldern Sie ist weltweit verbreitet und wird hauptsächlich bei Müdigkeits- oder Schwächeerscheinungen eingenommen.

Was ist Ginseng?

Ginseng ist ein eher niedriges Kraut, das meist nicht mehr als sechzig, vereinzelt achtzig Zentimeter hoch wird. Es bildet einen Stamm aus, an dem drei bis sechs langstielige Blätter wachsen. Die Blattunterseite weist spärlich ein Millimeter lange Härchen auf, die Blattoberseite ist glatt. Die weißlich-grünen Blüten bilden eine rote Steinfrucht aus.
Heimisch ist der Ginseng im Nordosten Chinas, im Norden Koreas und in Teilen Sibiriens. Mittlerweile wird er jedoch aufgrund der hohen Nachfrage in der gemäßigten Klimazone auf mehreren Kontinenten kultiviert. Dabei gilt zu sagen, dass die optimale Wirksamkeit dem wilden Ginseng nachgesagt wird. Allerdings ist der Abbau der wilden Ginsengwurzeln aus Artenschutzgründen mittlerweile bedenklich. Kultivierter Ginseng wird meist im vierten Jahr geerntet, wobei man sagen muss: Je älter der Ginseng, desto höher die Konzentration der wirksamen Inhaltsstoffe. Angebaut wird in Plantagen und die Züchtung erfordert gute Kenntnisse und viel Geduld.

Der Ginseng gilt in Asien als Sinnbild für Gesundheit und ein langes Leben. Früher war die Verwendung der Wurzel Königen und Kaisern sowie hohen Adeligen und deren Gefolgschaft vorbehalten. Zeitweise war daher Ginseng wertvoller als Gold. Seit dem 17. Jahrhundert ist Ginseng auch in Europa als Tonikum, also als stärkendes Mittel für Körper und Geist, bekannt.

Welche Arten von Ginseng gibt es?

Mittlerweile wurden unterschiedliche Ginseng-Arten gezogen, die meist vom chinesischen oder vom koreanischen Ginseng abstammen. Nach der Verarbeitungsmethode lassen sich ebenfalls zwei Arten unterscheiden:

  • Weißer Ginseng: Weißer Ginseng wird entweder nach der Ernte geschält, gebleicht und getrocknet oder nur getrocknet.
  • Roter Ginseng: Der Ginseng wird direkt nach der Ernte mit Wasserdampf behandelt und anschließend getrocknet.

Hierzulande wird Ginseng häufig als Inhaltsstoff von Nahrungsergänzungsmitteln dargeboten, in Asien findet man ihn in Suppen und Getränken. Beliebt ist die Wurzel vor allem als Tee, der entweder als Instant-Pulver oder als Sirup überbrüht wird. Aufgrund des bitteren Geschmacks süßt man ihn traditionell mit Honig. Aber auch Schnaps kann aus Ginseng gebrannt werden.

Wogegen hilft Ginseng?

Ginseng ist berühmt als Abwehrmittel gegen Stress und andere schädliche Einflüsse. Zur Anwendung kommt die Wurzel bei Müdigkeit sowie Schwäche- und Erschöpfungszuständen. Auch auf die geistige Leistungsfähigkeit hat Ginseng eine fördernde Wirkung. Neben den kognitiven Fähigkeiten verbessert Ginseng die Stimmung und hebt das Gemüt. In der asiatischen Medizin, wo die Ginsengwurzel wegen ihrer Form als „Menschenwurzel“ bezeichnet wird, wird sie zur Abwehr und Behandlung von grippalen Infekten und Influenza eingesetzt.

Die Wurzel hat einen positiven Effekt auf die Atemwege und wird daher häufig von Asthmatikern oder Heuschnupfen-Patienten als Supplement eingenommen.

Wie wirkt Ginseng?

Die Ginseng-Wurzel wirkt wie ein natürliches Tonikum, das Körper und Geist stärkt. Für diese Funktion ist Ginseng auch als Inhaltsstoff in „nuuro Energie & Verstand“ enthalten. Es unterstützt das Immunsystem im Kampf gegen (bakterielle und virale) Erreger und hilft dabei, den Heilungsprozess zu beschleunigen. Dabei empfiehlt es sich, Ginseng bereits im gesunden Zustand einzunehmen. Denn einerseits entfaltet sich die Wirkung nicht sofort, sondern erst nach einigen Wochen und andererseits hilft Ginseng dabei, die körpereigene Abwehr aufzubauen und so stressbedingte Infektionskrankheiten zu vermeiden.

Ginseng fördert die Leistungsfähigkeit und vermindert Symptome wie Müdigkeit oder Erschöpfung. Außerdem handelt es sich bei Ginseng um ein natürliches Potenzmittel und Aphrodisiakum. Häufig kommt er auch bei Diabetes und hohem Blutdruck als Unterstützung schulmedizinischer Medikamente zur Anwendung. Allerdings sollte bei einer solchen Behandlung unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden.

Dosierung und Einnahme von Ginseng

Ein bis zwei Gramm Ginseng pro Tag sind die übliche Menge, die man nicht überschreiten sollte. Wie viel Ginseng genau eingenommen wird, hängt stark von der Form (pur von der Wurzel, als Pulver, als Kapsel oder Getränk etc.) und der empfohlenen Herstellerdosierung ab. Prinzipiell sollte man den Angaben der Hersteller Folge leisten. Gerade bei Bluthochdruck und Diabetes muss man unbedingt vor der Einnahme Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

Nebenwirkungen von Ginseng

Ginseng kann beim Menschen zu folgenden Nebenwirkungen führen:

  • Allergische Hautreaktionen
  • Appetitabfall oder Appetitlosigkeit
  • Menstruationsausfall oder vaginale Blutungen
  • Brust- oder Kopfschmerzen
  • Durchfall
  • Schwindel

Besondere Vorsicht ist bei Diabetes- und Bluthochdruck geboten. Wenn Ginseng gleichzeitig mit klassischer Medikation verabreicht wird, müssen die beiden Produkte gut aufeinander abgestimmt werden.

Häufig gestellte Fragen

Für was ist Ginseng gut?

Ginseng wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin schon seit Jahrtausenden angewandt, um die körpereigenen Abwehrkräfte zu stärken und den Heilungsprozess nach Infektionskrankheiten zu beschleunigen. Die Wurzel sorgt für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit.

Ist Ginseng gefährlich?

Gerade bei Bluthochdruck und Diabetes sollte mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden. Ginseng hat eine blutverdünnende Wirkung. Auch was Dosierung und mögliche Nebenwirkungen angeht, ist es sinnvoll, vor der selbstständigen Einnahme einen Arzt zu konsultieren.

Hat Ginseng Nebenwirkungen?

Nebenwirkungen von Ginseng können allergische Hautreaktionen, Appetitabfall oder auch Schmerzen in Brust und Kopf sein. Bei der gleichzeitigen Einnahme von Blutdruckmitteln oder Diabetesmedikamenten kann es zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen. Daher ist im Vorfeld ein Arzt zu konsultieren.

Wie lange dauert es, bis Ginseng wirkt?

Ginseng wirkt nicht sofort, es kann mehrere Wochen dauern, bis sich eine Wirkung einstellt. Empfohlen wird eine Kur von drei Monaten.

Was ist besser, roter oder weißer Ginseng?

Es gibt keine eindeutige Studienlage, die besagt, dass eine der beiden Ginseng-Verarbeitungsmethoden besser wäre. Bei Schwäche-Symptomen empfehlen Koreanische Ärzte den weißen Ginseng, der rote wird üblicherweise bei der Behandlung von Infektionskrankheiten eingesetzt.

Autor: Dr. Gerhard Wallner

Dr. med. Gerhard Wallner ist der Begründer der Marke Kompetenzzentrum Bauch . Der gebürtige Salzburger führte in seiner aktiven Zeit als Arzt ein Gesundheitszentrum in Wien und verschrieb sich der Forschung und Behandlung in der Darm-Medizin. Sein jahrzehntelang gesammeltes Know-How fließt nun in die Entwicklung der Dr. Wallner Nahrungsergänzungsmittel.