Darmreinigung

Eine Darmreinigung ist mehr als die bloße Entleerung des Darms. Sie geht weitaus tiefer: Mit ihrer Hilfe werden Ablagerungen entfernt, die Darmflora reguliert und die Darmschleimhaut regeneriert. Quasi ein Frühjahrsputz für den Darm. 

Was ist eine Darmreinigung?

Die Darmreinigung kann gerne als Frühjahrsputz für den Darm verstanden werden. Der Darm ist das zentrale Organ unseres Körpers. Er zerkleinert nicht nur die Nahrung und versorgt uns mit lebenswichtigen Nährstoffen, sondern er ist auch Heimat von Billionen von Bakterien. Sie werden als Darmflora bezeichnet und helfen bei der Verwertung der Nahrung, der Produktion von Vitaminen und trainieren das Immunsystem. Davon liegen übrigens 80 %, also der mit Abstand größte Teil, im Darm. Wo gehobelt wird, fallen Späne – das gilt auch für das Verdauungsorgan. Mit der Zeit können sich im Darm Nahrungs-, Stoffwechsel und Kotreste, aber auch Toxine ablagern. Mit Hilfe einer Darmreinigung werden diese nachhaltig ausgespült. Kombiniert man die bloße Darmreinigung mit einer umfangreichen Kur, führt man also eine sogenannte Darmsanierung durch, dann wird auch die Darmflora mit der Unterstützung von Probiotika neu aufgebaut. 

Um eine Darmreinigung durchzuführen, müssen nicht unbedingt Beschwerden vorliegen. Sie kann auch prophylaktisch eingesetzt werden. Gerade wenn aber Probleme mit der Verdauung, Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder – allergien sowie andere dem Darm zuordenbare Symptome bestehen, kann eine Darmreinigung zur Heilung beitragen. 

Heilmittel mit langer Tradition

Bereits im alten Ägypten und bis hin zum griechischen Arzt Hippokrates wurde auf regelmäßige Darmreinigungen und Einläufe gesetzt. Besonders Einläufe galten in der damaligen Zeit als ein regelrechter gesellschaftlicher Trend. Hippokrates setzte beispielsweise bei einer guten Gesundheit auf das Gleichgewicht der Körpersäfte mit besonderem Fokus auf den Darmtrakt. Er erkannte schon früh, dass Magen und Darm das Zentrum des Körpers sind. Gegen Mitte des 19. Jahrhunderts distanzierte sich die praktische Medizin von der Saftleere des Hippokrates – die Darmreinigung blieb aber weiterhin eine gute Möglichkeit zur Regeneration des Organismus. 

Darmreinigung und Fasten

Im Idealfall wird während der Darmreinigung auch die Ernährung umgestellt. Sie sollte grundsätzlich nicht salzig, fettig und zuckerreich ausfallen. Dafür aber reich an Vital- und Ballaststoffen sein. Eine Darmreinigung kann mit einer Saftkur kombiniert werden. Sind feste Mahlzeiten gewünscht, sollten diese möglichst darmfreundlich ausfallen. Als Getränk dient lediglich Wasser und ungezuckerter Tee. 

Der Effekt einer Darmreinigung wird verstärkt, wenn sie mit einem Fastenprogramm verbunden wird. Der österreichische Arzt Dr. Franz Xaver Mayr entwickelte die nach ihm benannte F. X. Mayr Kur. Sie dient als gutes Beispiel für eine optimale Kombination von Fasten und Darmreinigung. Während der dreiwöchigen Kur wird richtiges Essverhalten mit gründlichem Kauen geschult. Die Nahrung beschränkt sich primär auf zwei Lebensmittel: Brot und Joghurt. Am Abend werden Mahlzeiten nach Möglichkeit ausgelassen. Stattdessen können Tees oder eine Basensuppe “gekaut” werden. Zwischen den einzelnen Mahlzeiten sollten zumindest vier Stunden liegen. Während der Kur erfolgt eine Darmreinigung mittels Bittersalz, gegebenenfalls werden auch Einläufe gemacht. 

Weitere Unterstützung

Die Darmflora spielt eine zentrale Rolle für unsere Darmgesundheit. Um sie gesund und ausgewogen zu halten, kommt es auf die richtigen Darmbakterien an. Denn nur wenn nützliche Darmbakterien überwiegen, kann die Darmflora richtig arbeiten und Darm sowie Immunsystem unterstützen. Bakterien ernähren sich unter anderem von Nahrungsresten. So wie wir Menschen haben auch sie gewisse Vorlieben. Je nachdem, welche Nahrungsreste in unserem Darm anzutreffen sind, züchten wir uns unterschiedliche Bakterien heran – gute oder schlechte. Mit Hilfe sogenannter Präbiotika kann man das Wachstum von nützlichen Bakterienstämmen fördern. Präbiotika sind einfach ausgedrückt Ballaststoffe, die Bakterien als Nahrung dienen. Dr. Wallner Darm Ballast enthält etwa den wertvollen pflanzlichen Ballaststoff Inulin, der optimal beim Aufbau der Darmflora unterstützt. 

Unterstützung der Leber

Bei einer Darmreinigung geht es vorrangig um die Ausscheidung von Giftstoffen. Neben dem Darm sollte daher auch die Leber in die Kur mit einbezogen werden. Sie ist das Entgiftungsorgan schlechthin. Mit Hilfe von Leberwickeln können  Durchblutung und Stoffwechsel des Organs angekurbelt werden. Am besten wird der Wickel in einer Ruhephase vor dem Mittagessen angelegt. 

Durchführung eines Leberwickels:

  • Wärmflasche mit heißem Wasser füllen
  • Tuch (z.B. kleines Handtuch oder Geschirrtuch) unter warmes Wasser halten und ausgiebig auswringen
  • entspannt hinlegen, Tuch ggf. zusammenfalten und unterhalb des rechten Rippenbogens auflegen
  • Wärmflasche darauf legen
  • Alles mit einem großen Handtuch umwickeln. Wird der Wickel unangenehm warm, kann zwischen Tuch und Wärmeflasche eine Schicht Handtuch gelegt werden
  • den Körper zusätzlich gut zudecken
  • 20 Minuten ruhen

Nahrungsergänzungsmittel

Liegt eine Übersäuerung des Körpers vor, kann während der Darmreinigung zusätzlich eine ausgleichende Kur mit Basenpulver durchgeführt werden. Besteht zusätzlich ein Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen kann auch dieser bereits während der Darmreinigung mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden. Hier empfiehlt es sich, vor Beginn der Kur ein umfangreiches Blutbild machen zu lassen. Nahrungsergänzungsmittel oder Basenpulver sollten keinesfalls ohne vorherige Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. 

Gründe für eine Darmreinigung

Eine Darmreinigung beseitigt eventuelle Ablagerungen und Giftstoffe im Darm. Für die Durchführung müssen nicht zwingend Beschwerden vorliegen. Eine Darmreinigung kann auch vorbeugend der Gesunderhaltung des Verdauungstraktes dienen. Auf jeden Fall sinnvoll ist eine Darmreinigung allerdings bei:

  • Verdauungsbeschwerden (Durchfall, Blähungen, Verstopfung)
  • Infektanfälligkeit
  • Mundgeruch
  • Pilzinfektionen 
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Allergien
  • chronischer Müdigkeit und Leistungsabfall
  • Rheuma 
  • Blutdruckbeschwerden
  • hohem Cholesterinspiegel
  • nach einer Antibiotika-Therapie

Ablauf der Darmreinigung

Es gibt unterschiedliche Methoden der Darmreinigung, die allesamt dasselbe Ziel verfolgen. Der Darm soll von Stoffwechselabfallprodukten und Kotresten befreit werden und Zeit zur Regeneration haben. Methoden dafür gibt es einige: 

Darmreinigung mit Bittersalz

Diese Art der Darmreinigung eignet sich besonders dann, wenn man den gesamten Darm, also sowohl Dünndarm als auch Dickdarm reinigen möchte. Bittersalz ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Genau betrachtet handelt es sich bei dem Salz um Magnesiumsulfat-Heptahydrat. Den Namen Bittersalz hat es durch seinen leicht bitteren Geschmack bekommen. Das Salz wird in Wasser aufgelöst getrunken. Nach der Einnahme des Salzes sollte eine Toilette in Reichweite sein. Die Wirkung tritt bereits nach 30 bis 60 Minuten ein. Idealerweise sollte der Stuhl bei einer Darmreinigung breiig, jedoch nicht flüssig sein. Ist er flüssig, war die Dosierung des Bittersalzes zu hoch. Das Salz führt zu einem Ausgleich von Salz- und Magensäure im Magen, es regt die Lebertätigkeit an und verstärkt den Gallenfluss. 

Darmreinigung mittels Einlauf

Bei einem Einlauf handelt es sich um eine Reinigungsmethode “von unten”. Auch hier wird der Darm gespült. Im Normalfall mit warmem Wasser, das mittels Irrigator (Flüssigkeitsbehälter) in den Anus eingeleitet wird. Bei einer Darmreinigung mittels Einlauf wird allerdings nur der Dickdarm erreicht. Der Dünndarm kann damit nicht gereinigt werden. 

Darmreinigung mit Flohsamenschalen

Auch Flohsamenschalen sind ein natürliches Mittel, das bei einer Darmreinigung zum Einsatz kommt. Flohsamen wirken milder als Bittersalz. Die Samenhülsen haben eine abführende Wirkung. Kommen sie mit Flüssigkeit in Kontakt, quellen sie auf. Auch im Verdauungstrakt. Zudem verfügen sie über einen hohen Gehalt an nützlichen Schleimstoffen und machen den Stuhl weich. Die aufgequellten Samen erhöhen das Volumen des Darminhaltes und regen somit die Peristaltik, also die Bewegung des Darms, an. Trotzdem ist bei der Anwendung der Schalen zur Darmreinigung Vorsicht geboten. Denn trinkt man bei der Einnahme von Flohsamenschalen nicht ausreichend Wasser oder Tee, kann der gegenteilige Effekt eintreten und man leidet unter Verstopfung. 

Nach der Darmreinigung

Spätestes nach der Darmreinigung sollte der Fokus auf den Aufbau der Darmflora gelegt werden. Insbesondere wenn der Verdacht einer Dysbiose, also eines Ungleichgewichts der Darmflora, besteht. Um mehr Klarheit zu bekommen, kann vor der Darmreinigung eine Stuhlprobe entnommen und in einem Labor ausgewertet werden. Sie gibt unter anderem Aufschluss über eventuell vorhandene Erreger, die Zusammensetzung der Darmflora sowie das im Darm vorherrschende Milieu.
Eine ungesunde oder einseitige Ernährung, anhaltender Stress oder die Einnahme von Medikamenten sind Faktoren, die eine Dysbiose begünstigen. Dann können sich schädliche Bakterien oder sogar Erreger wie Darmpilze im Verdauungstrakt ausbreiten. 

Ist die Darmflora in Balance, besteht sie großteils aus nützlichen Bakterien. Diese schützen den Darm alleine durch ihre Anwesenheit vor Krankheitserregern. Sie sitzen in der Darmwand und besetzen damit Positionen, an denen schädliche Bakterien “andocken” könnten. Außerdem sorgen einige der guten Bakterien dafür, dass im Darm ein saures Milieu herrscht. Darin können viele Krankheitserreger nicht überleben. Der Darmflora kann man mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln auf die Sprünge helfen. So genannte Probiotika, wie etwa Dr. Wallner Darm-Balance forte, enthalten lebende Bakterienstämme, die bei Einnahme im Darm angesiedelt werden. So wird die Darmflora nach der Darmreinigung im Rahmen einer Darmsanierung nachhaltig positiv beeinflusst. 

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Dauer und Häufigkeit der Darmreinigung

Die Dauer einer Darmreinigung richtet sich nach dem gewählten Mittel. Eine erste Wirkung tritt meist schon kurz nach Einnahme bzw. Durchführung der gewählten Maßnahme auf. Insbesondere wenn Verdauungsbeschwerden bestehen, ist es jedoch sinnvoll, die Darmreinigung als Kur anzulegen. Dann kann eine Darmreinigung mit Bittersalz auch über einen Zeitraum von drei Wochen oder länger gehen. Je nach Beschwerden, Gesundheitszustand und Lebensweise kann eine Darmreinigung in regelmäßigen Abständen bis zu zweimal jährlich durchgeführt werden. 

Die genaue Durchführung, die Dauer der Anwendung und die Häufigkeit der Wiederholung sollte aber auf jeden Fall mit einem Arzt abgesprochen, die Darmreinigungs-Kur von einem Mediziner begleitet werden. 

Autor: Dr. Gerhard Wallner

Dr. med. Gerhard Wallner ist der Begründer der Marke Kompetenzzentrum Bauch . Der gebürtige Salzburger führte in seiner aktiven Zeit als Arzt ein Gesundheitszentrum in Wien und verschrieb sich der Forschung und Behandlung in der Darm-Medizin. Sein jahrzehntelang gesammeltes Know-How fließt nun in die Entwicklung der Dr. Wallner Nahrungsergänzungsmittel.