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Blähungen | Wie du die Luft wieder aus deinem Bauch bekommst

In diesem Artikel erfährst du alles über die immer heiß diskutierten Darmgase aka “Lufterscheinungen” deines Körpers, welch großartiger Dirigent hinter den Tönchen für quasi jedes Böhnchen stecken muss und wie fein die einzelnen Nuancen innerhalb Lautstärke und Geruch sind. Du lernst, warum Fürze deinen Darm oft mit einer Landstraße zum gemütlichen Dahin-Tuckern verwechseln, obwohl es gut täte, ihn in Windeseile zu verlassen, wie ein ballonartiger Blähbauch entsteht und dass Meteorismus demzufolge kein Teilgebiet der Astronomie ist. Nicht zuletzt erfährst du, dass die vorgehaltene Hand beim Sprechen über dieses Thema überflüssig ist und du dir stattdessen die klugen Worte von Herzogin Lieselotte von der Pfalz zu Gemüte führen solltest, die da einst von sich gab: “Gebt Freiheit euren Winden!” Amen.
Blähungen

Tagtäglich entfleuchen deinem Körper bis zu fünfzehn Darmwinde. Manchmal können es sogar satte zwanzig sein. Das sind dann die guten Tage. Allerdings verträgt sich das hörbare Entweichen von Luft noch immer nicht mit unseren teilweise eingefahrenen gesellschaftlichen Konventionen. Vor allem: Wer kennt schon im Voraus Lautstärke und Duftnote von dem, was ihm da entweicht? Tatsache ist: Ein jeder Verdauungstrakt des Menschen funktioniert so. Auch deiner. Das Leben ist zu kurz, um ständig in Angst vor dem nächsten Pups zu leben. Also reden wir jetzt darüber.

Was sind Blähungen?

Medizinische Fachausdrücke gibt es wie Sand am Meer. Du stehst also einem gewaltigen Sammelsurium gegenüber, das sämtliche Begriffe, die in irgendeiner Weise mit dem menschlichen Körper zu tun haben, enthält. Unter dem Buchstaben B für Blähung kannst du nachlesen, dass die Medizin hier eine gewisse Verbindung mit dem Magen-Darm-Bereich erwähnt.

Per Definition versteht sich dein Darm als natürlicher Sammelplatz für Darmgase, die während dem Verdauungsprozess entstehen. Diese Luftansammlungen blähen deinen Darm auf. Für den Fachausdruck hat die Medizin hier einfach das Verb zum Hauptwort gemacht et voilà. Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Wie entstehen Blähungen?

Wie es scheint, geht es hier also erstmal nicht ums Pupsen. Dazu müssen im Vorfeld erst einige andere Dinge geklärt werden. Wie du sicher schon bemerkt hast, wirst du nicht vermeiden können, dass Luft in deinen Körper gelangt (Atmung!?). Als wäre das nicht schon genug, schwindeln sich darüber hinaus auch noch mit jedem Wort, das du sagst, mit jedem Bissen, den du isst und mit jedem Schluck, den du trinkst, kleine Extraportionen Luft mit hinein. Die gelangen irgendwann in den Magen-Darm-Trakt und machen “dort unten” nichts anderes als Bekanntschaft mit Gasen, die sich während dem Verdauungsprozess bilden.

Kleine Helferleins aka Darmbakterien produzieren beim Zersetzen der Nahrung Stoffe wie Methan, Kohlenstoffdioxid, Wasserstoff, Schwefelwasserstoff und andere Gär- oder Faulgase. Die chemische Zusammensetzung variiert dabei je nach Lebens- und Essgewohnheit sowie körperlicher Verfassung. Daher rührt auch der oft unangenehme Geruch, der einen Darmwind - lange nach seinem eigentlichen Austritt aus dem Körper - begleitet.

"Bis zu 1,5 Liter Darmgase wollen sich täglich ihren Weg nach draußen bahnen."

Einmal vermischt, wirbelt das Luft-Gas-Knäuel also durch deinen Darm. Freiheit tut ihm im Zweifel immer gut. Möchten die angestauten Lüftchen ihren heiß begehrten Sammelplatz verlassen, hast du durch deinen grandiosen Körper ganze vier Auswahlmöglichkeiten, dies - mal mehr und mal weniger freiwillig - auch zu gestatten.

1. Den größten Teil der überflüssigen Luft absorbieren deine Darmwände. Von dort geht es für die Darmgase weiter in den gesamten Blutkreislauf, bis sie schließlich vollautomatisch über deine Ausatmung entschwinden. Von allen Möglichkeiten ist dieser Vorgang tatsächlich derjenige, der am wenigsten Aufsehen erregt, da alles still, heimlich und geruchslos über die Bühne geht.

2. Nummer 2 knüpft vom Grad der Unkompliziertheit an die eben erwähnte erste Möglichkeit an. Darmbakterien werden nicht nur für die Bildung von Darmgasen auf den Plan gerufen, sondern auch, um sie schlicht und einfach abzubauen.

3. Die überflüssige Luft mittels dem ructus nach draußen zu befördern, hält den Geräuschpegel nun nicht mehr auf 0. Durch das oft hörbare Aufstoßen oder Rülpsen können sich deine Darmgase auch so über die Speiseröhre verabschieden.

4. Übrig bleibt der rektale Gasabgang. Die heutigen Manieren verlangen allerdings einen sehr diskreten Umgang mit Möglichkeit Nummer 4. Durch genügend Luftdruck auf den Schließmuskel entweicht deinem Anus hierbei der sogenannte Flatus oder auch (Darm-)Wind. Umgangssprachlich gibt es dafür eine Reihe von volkstümlichen Bezeichnungen wie Furz, Pfurz oder Pups; in Österreich auch einfach gern als Schas oder - langgezogener - Schaas mit Doppel-A bekannt.

Üblich sind, Daumen mal Pi, zwanzig Darmwinde pro Tag. Ein Gasabgang darüber hinaus kann deinen Darm zusätzlich aufblähen und ein unangenehmes Völlegefühl entstehen lassen. Die sogenannte Flatulenz fühlt sich so an, als würde jemand in deiner Magengegend einen Luftballon aufblasen, der aber niemals kaputt zu gehen scheint, je größer er wird.

Hat dein Verdauungssystem außerdem Schwierigkeiten, die angesammelten Gase entweichen zu lassen oder unterdrückst du diesen unbedingt stattfinden wollenden Vorgang, ist das extra schlecht. Eingeläutet wird hier die Ära des Meteorismus. Dieses Beschwerdebild bezeichnet eine übermäßige Gasansammlung ohne Abgänge mit begleitendem Blähbauch, der überall drückt und schmerzt. Ob des Namens hat die Medizin hier tatsächlich nicht von den Astronomen geklaut. “Meteor" stammt vom griechischen Wort metéoron ab, was soviel wie Lufterscheinung bedeutet. Da ist es dann wohl mehr als legitim, eine Sternschnuppe mit einem Pups auf die gleiche Ebene zu stellen.

Welche Ursachen stecken hinter Blähungen?

Im Grunde genommen sind Blähungen ein simples Zeichen dafür, dass dein Darm arbeitet. Generell sind 15 bis 20 Darmwinde pro Tag also vollkommen in Ordnung. Verlassen viel mehr davon deinen Körper oder tun sie weh, ist Vorsicht geboten, denn deine Darmflora könnte sich in einem Ungleichgewicht befinden. Dieser Out-of-Balance-Zustand lockt Darmbakterien an, die sich in überdurchschnittlicher Anzahl ganz ungeniert dort niederlassen und infolgedessen die Produktion der Darmgase hochfahren. Es entstehen immer mehr Luft-Gas-Knäuel, von denen einige sogar giftig sind. Als netter Nebeneffekt bläht sich erstmal dein Bauch auf. Laufen die Gasgemische dann auch noch Gefahr, zu lange an ein und demselben Ort zu verweilen, können sie deinen gesamten Organismus nachhaltig schädigen, da sich dein Körper einer Selbstvergiftung aussetzen muss.

"Blähungen sind kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern in den meisten Fällen ein harmloses Symptom."

Sehr oft hängt dieses mit falschen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten zusammen, aber auch Erkrankungen können dahinter stecken.

Aerophagie

Mediziner verwenden diesen Fachbegriff, wenn sie einen Luftüberschuss im Magen-Darm-Trakt beschreiben wollen. Bei der Aerophagie gelangt im Vergleich zum natürlichen Luftschlucken beim Sprechen sowie Essen und Trinken viel mehr als bloß “zusätzliche Luft” in deinen Darm. Das kann beispielsweise passieren, wenn du meinst, einen neuen Rekord in Sachen “Wie schnell kann ich mein Mittagessen verputzen?” aufstellen zu wollen. So schluckst du nämlich gleich doppelt so viel Luft wie jemand, der in Ruhe isst. Blähungen, Bauchschmerzen und übermäßiges Aufstoßen sind die Folge.

Essverhalten

Die Aerophagie hängt also eng mit deinem Essverhalten zusammen. Verwendest du deine Speiseröhre aus Zeitmangel oder sonstigen Gründen, die dich an deiner genüsslichen Nahrungsaufnahme hindern, als Mahlzeitenbeschleuniger, vergisst du in sämtlichen Fällen auch auf gründliches Kauen. Gelangen große Essensbrocken in deinen Darm, hat der Speichel, der üblicherweise die ankommenden Nahrungsteilchen zersetzt, keine Chance mehr, diese zu verdauen. Das übernehmen dann die Darmbakterien, die dabei allerdings zusätzlich schwefelhaltige Gase bilden. Der Geruch von Schwefel, der letztlich mittels rektalem Gasabgang an die frische Luft gelangt, bedarf an dieser Stelle keiner näheren Erläuterung. Du kennst das.

Blähende Lebensmittel und Getränke

Pflanzliche Lebensmittel, die Ballaststoffe enthalten, kurbeln den Verdauungsprozess gehörig an. So sind Kohl, Kraut, Zwiebel und Hülsenfrüchte zwar besonders gesund, verursachen allerdings gerne mal ungemütliche Blähungen. Die in ihnen enthaltenen Zuckermoleküle können vom Dünndarm nicht verarbeitet werden. Die ganze Arbeit bleibt nun am Dickdarm hängen, der sich Hilfe holen muss und Darmbakterien für befristete Arbeitsverhältnisse einstellt. Die Gasproduktion hat Hochsaison. Die weitreichenden Folgen für dich (und diejenigen in deiner unmittelbaren Umgebung) sind dir bereits bekannt.

Ebenso kann dir Essen mit dem Beiwort üppig, fettig, scharf oder süß schwer im Magen liegen bleiben; auch reicht oft eine ungünstige Lebensmittelkombination wie Getreide zusammen mit Obst oder Käse aus, um Blähungen zu verursachen. Solltest du Besitzer eines empfindlichen Magens sein, lieber kein Marmeladenbrot zu Obstkuchen und auch kein Käsebrot zu Pizza.

Bezüglich flüssiger Aufnahme solltest du nicht übermäßig viele Getränke mit Kohlensäure konsumieren. Der Blähbauch lauert auch überall dort, wo zu viel Alkohol und Kaffee im Spiel ist.

Zucker und Zuckeraustauschstoffe

Blähungen entstehen ebenso durch zu viel Fructose, Sorbit, Mannit, Xylit oder Maltit. Diese sogenannten Zuckeraustauschstoffe sind klassisch künstlich beigefügt in Diät- bzw. Light- oder Zero-Produkten, Softdrinks, Fertigprodukten und zuckerfreien Kaugummis; lediglich die ersten beiden, Fructose und Sorbit, kommen natürlich in Obst vor.

Medikamente

Besonders die Einnahme von Antibiotika mit einem überdimensionalen Wirkungsgrad bringt deine Darmflora ganz schön aus dem Konzept. Dein Magen reagiert plötzlich empfindlicher auf Lebensmittel, die er sonst ohne Probleme einfach weiter in den Dünndarm geschickt hätte. Mit einer nicht ausbalancierten Darmflora verdaut es sich grundsätzlich schwerer. Was für Antibiotika gilt, gilt auch für Abführmittel und Antidiabetika.

Hormone

Bei Frauen versinkt der Hormonhaushalt vor und während der Menstruation gern mal im Chaos. Diese herausfordernden Zeiten sind geprägt von Gefühlen des Unwohlseins und einer gewissen Gereiztheit; zu den Unterleibskrämpfen gesellen sich oft auch noch ... Darmkrämpfe und Blähungen? Tatsächlich! Die Hauptverdächtigen für die monatlichen Verdauungsbeschwerden sind das Progesteron und die Prostaglandine. Ihre Konzentration ist nach dem Eisprung, etwa zwei Wochen vor der Monatsblutung, besonders hoch. Netterweise entspannen die beiden zwar die Darmmuskulatur, sorgen aber deswegen nicht unbedingt für Entkrampfung, sondern dafür, dass sich dein Bauch schneller aufbläht. Merke: Diese wundervolle Erfahrung kann jeden Monat auf’s Neue wieder erlebt werden.

Psychische Faktoren

Auch Stress oder Angst können Auslöser für einen aufgeblähten Bauch sein. Tatsache ist, dass der Körper bei psychischen Belastungen vermehrt das Hormon Cortisol ausschüttet, das mitunter die Verdauung stört. Knoten im Magen? Steine im Bauch? 

Roemheld-Syndrom

Der Internist Ludwig von Roemheld hat Anfang des 20. Jahrhunderts herausgefunden, dass übergroße Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt das Zwerchfell so weit in die Brusthöhle drücken können, dass Herz und Lunge nicht mehr richtig arbeiten. Infolgedessen treten Beschwerden wie Kurzatmigkeit, Atemnot, Herzklopfen und -stolpern, Angstzustände, Schwindel und Schlafstörungen auf. Da solche Symptome eher Angstpatienten zugeordnet werden, durchlaufen Menschen, die eigentlich “nur” am Roemheld-Syndrom leiden, oft eine wahre Odyssee, bis sie die korrekte Diagnose gestellt bekommen. Meistens liegt die Ursache der Gasansammlungen in blähendem oder übermäßigem Essen oder seltener in anatomischen Anomalien.

Krankheiten

Selten, aber doch, sind Blähungen das Symptom einer Erkrankung, die mit deinem Verdauungssystem zusammenhängt. So sind Blähungen eine Begleiterscheinung von

  • einer Störung der Darmflora

  • dem Reizdarmsyndrom

  • einem Darmverschluss aufgrund narbiger Verwachsungen nach einer OP, Darmlähmung, Morbus Crohn sowie Tumoren oder Fremdkörper im Darm

  • Darmpilzen (Hefepilze der Gattung Candida albicans)

  • dem Kurzdarmsyndrom nach Entfernung eines Teilstücks des Dünndarms

  • Darmkrebs (kolorektales Karzinom)

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) und Fruchtzuckerunverträglichkeit (Fruktoseintoleranz)

  • Nahrungsmittelallergien

  • einer Erkrankung der Bauchspeicheldrüse oder der Gallenwege

  • einer Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis)

  • einer Magenlähmung (Gastroparese)

  • Leberzirrhose

  • Pfortaderhochdruck (Portale Hypertension) aufgrund von Lebererkrankungen

Bewegungsmangel

Eine gewisse Trägheit überkommt den Darm auch dann, wenn du dich tagsüber nicht aktiv bewegst. Die Nahrung wird beispielsweise durch viel und langes Sitzen langsamer durch deinen Verdauungsapparat chauffiert, Gase verweilen eher an Ort und Stelle und begünstigen nicht nur Blähungen sondern auch Verstopfungen.

Nikotin

Ziehst du am Glimmstängel, atmest du mitsamt dem eh schon schädlichen Nikotin auch mehr Luft als notwendig ein. Entspannung und Genuss hin oder her - bereits ein bis zwei Zigaretten am Tag genügen, um das Risiko des Blähbauchs zu steigern.

Kleidung

Du hast gerade wahrlich ein Festessen hinter dir, sitzt mehr schlecht als recht am Stuhl und möchtest nun in Ruhe verdauen. Du hebst dein T-Shirt und hoffst in dem Moment, dass dein voller Bauch deine viel zu eng sitzende Hose nicht sprengt. Dieser grummelt böse vor sich hin, da sich deine Verdauungsorgane nicht wirklich ausbreiten können, um den Nahrungsbrei gut weitertransportieren zu können. Das Problem ist, dass der Druck auf die Bauchwand vor allem bei engen Hosen, Gürteln oder Shapewear irgendwann zu hoch wird und die Luft im Darm sich nicht gleichmäßig verteilen kann. Da zwickt und zwackt es überall und alles schreit förmlich nach dem Blähbauch.

Blähbauch

Welche begleitenden Symptome treten bei Blähungen auf?

Name ist Programm: Ein Blähbauch ist nichts anderes als ein nach vorne gewölbter Bauch. Es wäre zu schön um wahr zu sein, dass ein ungewöhnlich großer Bauch nach kurzer Zeit einfach von selbst wieder verschwindet; so als wäre nie etwas gewesen. Denkste!

  • Gluckern und Rumoren im Bauch

  • Bauchschmerzen und -krämpfe

  • Flatulenzen

  • Völlegefühl

  • Übelkeit mit Erbrechen

  • Appetitlosigkeit

  • Durchfall

  • Verstopfung

  • und Sodbrennen

sind mehr als genug unangenehme Begleiterscheinungen, die ein Blähbauch mit sich bringt.

Von allen hier aufgelisteten Dingen sind Flatulenzen, die als Gasabgang rektal abgehen, wohl eine der übelsten Begleitungen eines Blähbauches. Vor allem, wenn du dich in der Öffentlichkeit befindest. In einem geschlossenen Raum. Dort, wo viele Menschen ihre Schultern aneinander reiben. In der U-Bahn. Im Hochsommer. Bei 35 Grad.

Der üble Geruch der Flatulenzen entsteht dadurch, dass Nahrungsbestandteile in die unteren Darmabschnitte gelangen. Dort wimmelt es nur so von Bakterien, die nur darauf warten, Nahrungsreste zu zersetzen, dabei vermehrt Gärungsprozesse in Gang setzen, deren Endprodukte nun mal wahnsinnig schlecht riechen.

Wann sollten Blähungen von einem Arzt abgeklärt werden?

Im Grunde genommen sind sowohl der Blähbauch als auch die Blähungen, die ihn begleiten, harmlos. Du wirst damit immer wieder mal konfrontiert werden, da dein Körper insgesamt auf jede Veränderung innerhalb deiner üblichen Gewohnheiten reagiert. Womöglich wird er es dir also auch mal auf diese Tour zeigen, dass ihm etwas nicht passt. Im Falle von Abstrafung durch Blähungen kannst du ihn aber meist relativ schnell wieder zufriedenstellen, indem du an deiner Ernährung feilst oder dein Essverhalten änderst.

Hast du allerdings über längere Zeit zusätzlich zum Blähbauch starke Bauchschmerzen, erbrichst oder bemerkst, dass sich dein Stuhlgang verändert, solltest du einen Arzt aufsuchen. Dasselbe gilt, wenn Blähungen immer wieder in bestimmten Zusammenhängen auftreten und nicht abklingen wollen. Hier ist es nämlich wichtig, abzuklären, ob nicht möglicherweise eine Krankheit dahinter steckt.

Wie werden Blähungen vom Arzt diagnostiziert?

Um eine Diagnose stellen zu können, verschafft sich der Arzt zunächst in einem ersten Gespräch einen Überblick. Unter anderem fragt er nach deinen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten, eventuellen Vorerkrankungen, ob du Medikamente einnimmst und mit welch begleitenden Beschwerden du außerdem zu kämpfen hast. Hilfreich ist, dass du im Vorhinein genau beobachtest, wann, wie oft und in welchem Zusammenhang die Blähungen auftreten; dies erleichtert es dem Arzt oft, bestimmte Auslöser für die auftretende Symptomatik einzugrenzen oder auszuschließen.

Anschließend wirst du körperlich durchgecheckt. Zu Beginn tastet der Arzt deinen Bauch ab, klopft und hört ihn gründlich ab. Um sicherzugehen, dass hinter den Blähungen keine ernsthafte Krankheit steckt, können danach noch weitere Untersuchungen wie

  • die Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes

  • Laboruntersuchungen von Blut, Urin und Stuhlgang

  • Tests auf bestimmte Nahrungsmittelunverträglichkeiten

  • Computertomographie (CT)

  • Magnetresonanztomographie (MRT)

  • Röntgen des Gallen- und Bauchspeicheldrüsengangs (ERCP)

  • sowie eine Magenspiegelung (Gastroskopie) oder Darmspiegelung (Koloskopie)

vorgenommen werden.

Wie kann ich Blähungen vorbeugen?

Sind Erkrankungen nicht Auslöser deiner Blähungen, ist es relativ einfach, vorbeugende Maßnahmen zu ergreifen, um sie auf ein Minimum zu reduzieren oder sie gänzlich verschwinden zu lassen.

Ernährungstagebuch

Besorg dir ein leeres Notizbuch deiner Wahl. Hier führst du täglich Liste, was du wann und wo gegessen hast und wie es dir dabei ergangen ist. Die verschiedenen Modi deines Wohlgefühls kannst du im Vorhinein beispielsweise durch Smileys festlegen. So erkennst du auf den ersten Blick, bei welchen Nahrungsmitteln Magen und Darm Faxen machen und folglich am häufigsten Blähungen auftreten. Der Sinn hinter dieser Art von Tagebuchführung ist nicht nur der, einen Überblick über deine Essgewohnheiten zu bekommen, sondern auch dem Arzt behilflich zu sein, eine eventuelle Lebensmittelunverträglichkeit, die deine Blähungen hervorruft, schneller benennen zu können.

Umstellung der Ernährung

Mithilfe deines Ernährungstagebuchs kannst du auch deinen individuellen Mahlzeitenplan aufstellen. Probieren geht hier über studieren. Beobachte einfach, welche Nahrungsmittel du einzeln und auch in Kombination mit anderen gut verträgst und bei welchen dein Bauch sich gern mal aufbläht. Ist letzteres unnatürlich oft der Fall, wäre eine Umstellung deiner Ernährung sinnvoll.

Ist die Luft dann noch immer nicht ganz draußen, kannst du dich auch an ein paar grundlegende Faustregeln halten, um den Blähungen letztlich vollständig den Garaus zu machen. Du solltest

  • mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu dir nehmen,

  • in Ruhe essen und gut kauen,

  • blähende Lebensmittel und Rohkost meiden,

  • leichter verdauliche Portionen zu dir nehmen,

  • mit frischen oder getrockneten Kräutern würzen,

  • auf kohlensäurehaltige Getränke, Alkohol und Kaffee verzichten,

  • und (bestenfalls eine Stunde vor und nach dem Essen) immer genügend Wasser trinken.

Bewegung

Bewegung bringt deinen Darm in Schwung. Verdrehst du schon seufzend die Augen, wenn du dich in Gedanken am Laufband keuchen und schwitzen siehst? Keine Sorge; es muss nicht mal in Sport ausarten. Der allseits bekannte Verdauungsspaziergang nach dem Essen wirkt tatsächlich Wunder.

Richtiges Stressmanagement

Stress und Angst sind zwei Faktoren, die einen negativen Einfluss auf deinen Darm haben. Je nach Verdauungssystem können entweder unangenehme Blähungen oder gar Durchfall und Verstopfung auftreten. Alles drei ziemlich lästig und mitunter mit Schmerzen verbunden. Bist du nervös oder leidest an Angststörungen, tendierst du auch eher dazu, hastig zu essen und dabei unnötig Luft zu schlucken. Geh’ in einen Yoga-Kurs oder versuch’ es mal mit Meditation. Lerne, dich zu entspannen. Auf deinem Darm lastet so weniger Druck und er kann deine Verdauung ohne jegliche Hast gut über die Bühne bringen.

Aufbau der Darmflora

Deine Darmflora muss vor allem eines: gesund sein. Stichworte Pro- und Präbiotika. Probiotika unterstützen deine Verdauung, während letztere darauf achten, dass probiotische Bakterien wachsen, gedeihen und dein Immunsystem auf Trab halten. Eine ausgezeichnete Probiotika-Quelle ist Joghurt, während Getreide bei den präbiotischen Nahrungsmitteln die Nase vorn hat.

Probiotika

Deine Darmflora muss vor allem eines: gesund sein. Voraussetzung hierfür ist eine möglichst lückenlose Darmschleimhaut. Für freie Stellen bewerben sich zum Glück liebend gern sogenannte lebensfähige Mikroorganismen wie Bakterien und Hefepilze und werden dankend aufgenommen. Vermeintlicher Lückenbüßer-Status hin oder her; die gesundheitsfördernden Mikroben sind notwendig, um deine aus der Balance geratene Darmflora wieder ein Stück mehr ins Gleichgewicht zu rücken. Dabei wird deinem Körper bei der Aufnahme von Nährstoffen geholfen und auch gleichzeitig vor Schädlingen geschützt, um dein Immunsystem auf Trab zu halten. Ausgezeichnete Probiotika-Quellen sind milchsaure Produkte wie Joghurt, Kefir oder Buttermilch, wobei sich deine Darmflora immer über ein wenig zusätzliche Unterstützung freut. Als perfekte Ergänzung dienen neun Bakterienstämme, vor allem die spezielle Art der Enterococcus sowie Inulin, die allesamt in "DarmBalance" vereint sind. Die Kombination in diesem Nahrungsergänzungsmittel stärkt nicht nur deine Darmflora, sondern reduziert nachweislich auch Blähungen und unterstützt dich im Falle einer lästigen Reizdarm-Plage oder fiesen Candidapilz-Infektion.

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Unterstützung der Leber

Auch die Leber ist bei der Verdauung mit von der Partie. Sobald sie Anzeichen von Schwäche zeigt, wird auch der Darm “durchlässiger”. Im medizinischen Fachjargon wird dies als "Leaky Gut" bezeichnet. Unterstützen kannst du das zentrale Organ des Stoffwechsels mit basenreicher Ernährung sowie Bitterstoffen, um die Darmbakterien vermehrt auf den Plan zu rufen. Diese regenerieren auf natürliche Weise die Darmschleimhaut, bauen den Barriereschutz auf und dichten die löchrige Tragödie wieder gut ab.

Was kann ich gegen Blähungen tun?

Dicke Luft trotz vorbeugender Maßnahmen? Treten Blähungen nicht nur von Zeit zu Zeit oder berechtigterweise nach der dritten Schüssel von Mamas unwiderstehlichem Bohneneintopf auf, dann heißt es, handeln. Zeit für die guten alten Hausmittel, auf die Oma und Opa schon geschworen haben.

Tee

Um deinem Blähbauch “Lebe wohl!” zu sagen, wirf unbedingt einen Blick in die Schatztruhe der Natur. Dort wimmelt es nur so von Heilpflanzen, die nur darauf warten, zum Einsatz zu kommen und ihr Übriges zu tun.

  • Anis,

  • Kümmel,

  • Melisse,

  • Salbei,

  • Fenchel,

  • Curcuma,

  • Ingwer,

  • Kamille

  • und Wermut

möchten von dir vorzugsweise als Tee zubereitet werden. So garantierst du ihnen, ihre ätherischen Öle auf jeden Fall entfalten zu können. Möchtest du es dir leichter machen, kannst du fertige Teemischungen kaufen und den Beutel einfach im heißen Wasser ziehen lassen. Anschließend trinken nicht vergessen! Besitzt du Mörser und Teesieb, besorge dir aus obiger Liste frische Pflanzen, zerstampfe Samen, Blätter sowie Früchte und genieße die volle Breitseite an fresher Kräuterness. Im Endeffekt verdaut dein Darm aktiver, spaltet Fette besser auf und löst Gasansammlungen eher früher als später gänzlich auf.

Wärme

Ein aufgeblähter Bauch kommt selten allein. Abhilfe bei krampfartigen Turnübungen deines Magens schaffen vor allem

  • eine Wärmflasche oder ein Körner- bzw. Kirschkernkissen,

  • eine feucht-heiße Bauchauflage mit Kamille,

  • ein warmer Heublumensack

  • und Kartoffelwickel.

In deinem gesamten Magen-Darm-Bereich wird es wohlig warm; Schmerzen gehören schon bald der Vergangenheit an. Entspannung ist hier oberstes Gebot.

Bauchmassage- und einreibung

Das regelmäßige Massieren deines Bauches beugt Blähungen nicht nur vor; es wirkt auch aktiv dagegen, solltest du bereits weit über den üblichen zwanzig Darmwinde pro Tag liegen. Die kreisförmigen Bewegungen lösen etwaige Spannungen, die vom Sammelplatz für Darmgase ausgehen und lindern Beschwerden, die Blähungen so mit sich bringen. Wirksamer wird die Massage, wenn du Fenchel-, Melissen-, Kamillen- oder Kümmelöl dazu nimmst. Die Wärme, die beim Bewegen deiner Hände entsteht, wirkt in Kombination mit dem Öl um ein gutes Stück entkrampfender als das einfache Massieren.

Heilerde

Heilerde bindet Giftstoffe und Gase, die bevorzugt im Magen-Darm-Trakt deines Körpers herumschwirren. Heilerde arbeitet unter strengen Auflagen, denn sie passt gut auf, dass die Schadstoffe auch unverzüglich den Weg nach draußen einschlagen und weder links noch rechts davon abweichen.

Flohsamenschalen

Die getrockneten Samen der Wegerichgewächse enthalten Ballast- und Schleimstoffe. Im Darm binden sie Wasser, quellen auf, vergrößern den Darminhalt und machen den Stuhl weicher und gleitfähiger. Somit können Flohsamen wunderbar für die Behandlung von Verstopfung, zur Stuhlregulierung und auch beim Reizdarmsyndrom verwendet werden.

Küchenkräuter & Gewürze

Egal ob frisch oder getrocknet:

  • Petersilie,

  • Koriander,

  • Knoblauch,

  • Zimt,

  • Majoran

  • und Curcuma

sollten unbedingt in deinem Gewürzregal stehen, weil: Sie halten deine Verdauung auf Trab und verhindern die Bildung von Darmgasen. Wie du siehst, gibt es eine ganze Reihe von unterschiedlichsten Möglichkeiten, dem Blähbauch die Luft auszulassen. Im Grunde genommen ist jedoch nur wichtig, dass du dich ausgewogen ernährst und einen für dich stimmigen Lebensstil findest. So hält sich deine Darmgesundheit quasi von alleine die Waagschale.

Wir hoffen, dass dir diese Informationen und Tipps weiterhelfen konnten und du in Zukunft - zumindest nicht mehr ganz so oft - mit einem Blähbauch zu kämpfen hast!

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